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MILITÄR |
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LEGIO XXX ULPIA VICTRIX Aufstellung & Aushebung Die Legion wurde um 105 n.Chr. durch Kaiser Trajan wahrscheinlich im Legionslager von Brigeto aufgestellt und nach ihm selbst Ulpia Victrix (siegreicher Ulpius = zweiter Name Trajans) benannt. Ob die Pläne der Aufstellung bis 101 n.Chr. zurückreichen bleibt spekulativ. Da es die 30. aktive Legion des Imperiums war, wurde ihr auch diese Nummer gegeben und die Zahlen von 23 bis 29 wurden ausgelassen. Ihre Embleme waren der Gott Neptun, der Steinbock sowie zeitweise auch der Göttervater Iuppiter. Im ersten Dakerkrieg war es für die römische Heeresleitung von vorne her nicht erkennbar, dass die vorhandenen Truppenkontingente sich als zu schwach erweisen würden. Erst nach der Heranziehung der letzten Reserven 102 n.Chr. war die Notwendigkeit von neuen Legionen deutlich geworden. Wollte man konzentrierte Angriffe führen, konnte man nicht beliebig Truppen von den Grenzen abziehen. Auch dachte man damals bereits an Aktionen gegen das Reich der Nabatäer und gegen die Parther. Stützpunkte & Lager Der erste Stützpunkt lag im oberpannonischen Brigetio. Danach lag sie womöglich kurz im dakischen Sarmizegetusa. Um 110 erscheint die Legion in Obermoesien; vielleicht im Zuge eines Transfers in einem der Donaukastelle. Nach dem zweiten Dakerkrieg Trajans in Dakien stationiert, wurde sie zwischen 117/119 und 122 n.Chr. als Ersatz für die nach Britannien verbrachte legio VI Victrix ins untergermanische Castra Vetera (Xanthen) verlegt, wo sie noch im 3.Jh.n.Chr. nachweisbar ist. Das Lager in Brigetio wurde an die aus dem Partherkrieg zurückgekehrte legio I Adiutrix weitergereicht. Teile der Legion tauchen auch gegen Ende der Regierung von Antoninus Pius in Obergermanien gemeinsam mit der legio I Minerva auf. Ab 269 ist die Truppe wieder vereint in Xanthen. Einsätze Die Einheit kämpfte mit einer staken Vexillation im zweiten Dakerkrieg. Die Hauptaufgabe der Legion war die die Grenzverteidigung gegen das freie Germanien. Im Militärkonzept des Diocletian spielte sie neben legio I Minerva, XXII Primigenia und VIII Augusta eine Hauptrolle in diesem Szenario. Konstantin, seine Söhne sowie der Usurpator Magnentius zogen immer wieder Teile der Einheit für eigene Zwecke ab. In der Mitte des 4.Jh.n.Chr. dürften die verbliebenen Reste dieser vier Legionen von den Franken mehr oder weniger aufgerieben worden sein. Personal Von Grabsteinen sind u.a. folgende Personen der Legion bekannt: der Centurio Petronius Fortunatus aus Tunesien, der zuerst noch in der legio III Gallica gedient hatte; der Centurio Marcus Annius Martialis, der zunächst in der legio III Augusta gedient hatte; Lucius Aemilius Carus als Legat der Legion sowie der gemeine Legionär Celerinius Fidelis aus der Gegend von Amsterdam. Das Ende Der kümmerliche Rest der Legion wurde von Kaiser Constantius an das östliche Ende des Römerreiches verbracht um gegen die Perser zu kämpfen. Die Verteidigung der Stadt Amida dürfte 359 für die Einheit das Ende bedeutet haben, da die Perser nach anfänglichen Fehlschlägen eine missliche Lage der römischen Verteidigung ausnutzen konnten und die Stadt einnahmen. |
Revers eines Aureus des Gegenkaisers Victorinus zu Ehren der legio XXX mit Steinbock und Iuppiter als Embleme der Truppe |
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