| Zitate
/ Übersetzung |
Herkunft
/ Anmerkungen |
Labor improbus omnia vincit.
Masslose Arbeit besiegt alles. |
[leider
konnte ich die Herkunft dieses Zitats nicht eruieren] |
Labor ipse
voluptas.
Die Arbeit selbst ist ein Vergnügen. |
Sprichwort |
Lacrimae Christi.
die Tränen Christi |
hochprozentiger Wein aus dem Gebiet um den Vesuv;
aus der Lacrima-Traube gekeltert |
Lapsus calami.
Versehen des Schreibrohres |
Bezeichnung
für Schreibfehler |
Lapsus linguae.
Versehen der Zunge |
Bezeichnung
für Sprachfehler oder Versprecher |
Lapsus memoriae.
Versehen des Gedächtnisses |
Bezeichnung
für einen Denk- oder Erinnerungsfehler |
Laterna magica.
Zauberlaterne |
Projektionsapparat des 17.Jh., der für
Bühnenaufführungen verwendet wurde; das Gerät projizierte Diapositive und
filmähnliche Sequenzen |
laudatio
Lobrede |
dieser
Begriff hat sich seit der Antike nicht verändert |
Laudator temporis
acti.
Ein Lobredner vergangener Zeit. |
Horaz,
Ars poetica |
lege artis.
nach den Regeln der Kunst |
gemeint
sind alle Möglichkeiten, die sich bieten |
Lege et fide.
Durch Gesetz und Glauben. |
ein Wahlspruch von
Kaiser Franz II./I.. (1768-1835) |
Legere enim et non intellegere
neglegere est.
Denn Lesen und nicht verstehen ist nachlässig sein. |
Cato |
Legi, intellexi, condemnavi.
Ich habe gelesen, begriffen, verdammt. |
Kaiser Iulianus, nach
dem Kirchenhistoriker Sozomenos;
anzumerken ist, dass der Kaiser das Christentum nicht
bekämpfte, sondern die Gleichheit der Religionen wieder
herstellte |
Legibus idciro omnes servimus, ut
liberi esse possimus.
Den Gesetzen dienen wir alle deshalb, damit wir frei
sein können. |
Cicero, Pro Cluentio |
Legio patria nostra.
Die Legion ist unser Vaterland. |
Motto
der französischen Fremdenlegion |
Legitime
certantibus.
Mit den ehrlich Kämpfenden. |
ein Wahlspruch von
Kaiser Ferdinand II. (1578-1637) |
Lente hora, celeriter anni.
Langsam vergeht die Stunde, doch schnell die Jahre. |
Sprichwort |
Levior est rerum quam temporis
iactura.
Leichter ist der Verlust von Dingen, als jener von
Zeit zu ertragen. |
[die
Herkunft dieses Zitats konnte ich leider nicht in Erfahrung
bringen] |
Lex non promulgata non obligat.
Ein nicht bekannt gemachtes Gesetz verpflichtet
nicht. |
ein
römischer Rechtsgrundsatz |
licentia poetica.
dichterische Freiheit |
Seneca, Naturales quaestiones |
limbus patrum.
oder limbus puerorum.
der Rand der Väter / der Rand der Kinder |
gemeint ist das Gebiet am Rande der
Hölle, die sogenannte Vorhölle; seit Papst Benedikt XVI.
nicht mehr gültige Lehrmeinung: die
Wohnung jener Seelen der Menschen des Alten Testaments, denen die
Aufnahme in den Himmel versagt blieb. Für den Ort der ungetauften
Kinder gab es eine eigene Bezeichnung. |
Litterae non erubescunt.
Briefe laufen nicht rot an. |
vom
Inhalt her entspricht dieses Zitat dem deutschen "Papier
ist geduldig" |
Litterarum radices amares esse,
fructus iucundiores.
Die Wurzeln der Wissenschaft sind bitter, (um so)
süsser die Früchte |
Cato |
loco citato
(abgekürzt loc.cit.)
am angeführten Ort |
ein
Aktenvermerk |
loco sigilli
(abgekürzt L.S.)
anstelle des Siegels |
Stelle in einer Kopie eines Schriftstückes, an der in
der Originalurkunde das Siegel angebracht war. |
Loculus clarius numquam tinnit.
Lauter die Kassen nie klingen. |
ein
moderner lateinischer Spruch mit Bezug zum Weihnachtsgeschäft |
Locus minoris resistentiae.
Ort des geringeren Widerstandes |
[leider
konnte ich die Quelle dieses Zitats nicht eruieren] |
Longum iter est per praeceptis,
breve et efficax per exemplis.
Lang ist der Weg durch Vorschriften, kurz und
wirksam durch Beispiele. |
Seneca |
Lucem demonstrat umbra.
Erst der Schatten zeigt das Licht. |
[leider
konnte ich die Quelle dieses Zitats nicht eruieren] |
Lupus et agnus pascentur simul et leo et bos
comedent paleas et serpenti pulvis panis eius.
Wolf und Lamm weiden zusammen, der Löwe frisst Stroh
wie das Rind, doch die Schlange nährt sich vom Staub. |
Biblia Sacra Vulgata, Jesaia 65,25;
Wer wirklich nur Unheil stiften will, kann nicht mit den anderen leben. |
Lupus in fabula.
Der Wolf in der Fabel. |
Terenz, Adelphi;
unerwartetes Erscheinen dessen, von dem man gerade
spricht. Im Deutschen ausgedrückt als "Wenn man den Esel nennt,
kommt er g'rennt." oder "Wenn man vom Teufel
spricht..." |
Lupus pilum mutat, non mentem.
Der Wolf ändert sein Haupt, aber nicht seinen
Geist. |
[leider
konnte ich die Quelle dieses Zitats nicht eruieren];
der Mensch mag altern, aber sein Verhalten ändert
er nicht. |
lux doctrinarum.
Leuchte der Wissenschaft |
der
ältere Plinius, Naturalis historia |